lukas rohner
Aspekte der Freien Improvisation
 
   
 

 

vom Potential einer musikalischen Geste
Aspekte der Freien Improvisation

 

4. Matinee mit Musik, Referat und Diskussion

Sonntag, 19. Juni 2005, 11.00 - 12.30 Uhr
Musik-Akademie Basel "Haus Kleinbasel", Rebgasse 70, 4058 Basel

Hansjürgen Wäldele, Nicolas Rihs und Lukas Rohner


Mehrstimmiges Blasen: Begegnungen von Mehrklängen auf Oboe und Fagott mit neuerfundenen Tastenblasinstrumenten


Wenn Schlaginstrumente dem Sprechrhythmus sehr nahe kommen können, so sind Blasinstrumente die nächsten Verwandten des Gesangs. Bei beiden ist der Atem der direkte Energiespender für die Klang- und Melodieerzeugung. Der Sänger und der Blasinstrumentalist bündeln ihre geistige, seelische und körperliche Energie in einen Ton und lassen ihn durch den klanglichen und zeitlichen Raum tanzen. Die melodische Vielfalt und Beweglichkeit entsprechen dabei der musikalischen Lebendigkeit des Musikers. Die Konzentration auf einen Ton resp. einer einstimmigen Melodieführung sind die Fähigkeit, verschiedenste Energien und Impulse in einem Moment zu einer Harmonie zu verschmelzen. Mehrstimmige von mehreren Musikern gespielte Musik bringt die Fähigkeit zum Ausdruck, verschiedenste Aussagen und Energien miteinander kommunizieren zu lassen; ein gleichzeitiges Sprechen und Zuhören, das der gesprochenen Sprache verwehrt bleibt. Mehrstimmiges Blasen ist der Versuch, verschiedene, nicht verschmelzbare Stimmen nebeneinander leben zu lassen und hörbar zu machen.


Soweit so theoretisch; darüber ob die Praxis des Spiels und Zusammenspiels der drei Musiker diese Theorie bestätigt oder widerlegt oder beides, dürfen und können Sie sich selbst ein (klangliches) Bild machen.


Lukas Rohner
lebt in Basel und arbeitet als freischaffender Musiker, Komponist und Instrumentenerfinder,
Dichter, bildender Künstler und grafischer Gestalter.
Seit Juni 04 ist er künstlerischer Leiter von Klangweg Toggenburg
(aktuelle Konserven: CD: jardin botanique; Buch: grüss gott FRAU MANN; Video: der singende steinfisch)

http://www.nmf.ch/lukasrohner/

 

Pressestimmen:
...Rohner hält seine Virtuosität so sehr zurück wie die Versuchung, durch äusserlich gewendetes Klanggewitter zu beeindrucken. Seine Musik gewinnt in ihrem impressionistischen Ansatz Poesie und Ausdruck, lebt und atmet. Und wie nebenbei liefert sie einen wunderschönen Beitrag zur Diskussion einer neuen klanglichen Ästhetik: das Primat der reinen Tonhöhe wird ebenso aufgehoben wie die temperierte Stimmung; Parameter durchdringen sich, die Musik scheint sich zurück zu ihren atavistischen, vielleicht sogar kultischen Ursprüngen zu bewegen, dorthin eben, wo jeder Klang eine Botschaft aus dem Jenseits ist, dessen physikalischer Ursprung weniger interessiert als dessen elementare Wirkung.
David Wohnlich in der Basler Zeitung am 23.9.02.

 

 
 
 
Hansjürgen Wäldele 0(049)7626 1041 Entfernen Sie bei der Email-Adresse die Tiefstriche (Underscores) am Anfang und am Schluss
 
Entfernen Sie bei der Email-Adresse die Tiefstriche (Underscores) am Anfang und am Schluss Nicolas Rihs 0(041)32 / 322 17 53
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Stand: 08.11.2009