matthias schwabe
Aspekte der Freien Improvisation: 11.2. - 2.6.2007
 
   
 
 
 

 

Aspekte der Freien Improvisation

vom Potential einer musikalischen Geste
In der kleinsten musikalischen Geste schlummert oft im Keim eine ganze Oper.
Wird ein wacher Geist das Mögliche hörend erkennen und mit leidenschaftlichem Geschick die bezauberndsten Klänge und phantastischsten Welten schöpfen?
In unserer Reihe „Aspekte der Freien Improvisation“ suchen wir mit unseren Gästen und dem Publikum neue Wege der Auseinandersetzung mit musikalischen Grundfragen.

Hansjürgen Wäldele, Nicolas Rihs und Gäste

 

2. Matinee:

Hansjürgen Wäldele, Nicolas Rihs und Matthias Schwabe
Musikakademie, Haus Kleinbasel, Rebgasse 70, 4058 Base
Sonntag, 18. März 2007, 11.00 – 12.30 Uhr

 

Sichtbare Musik (visual music)

Eine musikalische Geste ist immer auch mit einer Körperbewegung verbunden und damit stets hörbar UND sichtbar. Manche Musiker kann man aus diesem Grunde nur mit geschlossenen Augen ertragen, weil ihre Bewegungen die Musik stören, anderen möchte man beim Musizieren unbedingt zusehen. Wenn neben Instrumenten auch klingende Materialien und Aspekte des Raumes einbezogen werden, wird das Sichtbare ganz ausdrücklich zum Bestandteil der Aufführung. Über die Balance zwischen Hör- und Sichtbaren, über Übergänge vom einen ins andere, über spartenübergreifende Kontrapunktik und Homogenität wird es in dieser Veranstaltung gehen. Beispiele aus der Arbeit des Improvisations- und Performance-Ensembles EX TEMPORE, grundsätzliche Überlegungen und praktische Versuche werden dieses Themenfeld von verschiedenen Seiten beleuchten.

Matthias Schwabe

 

 

Matthias Schwabe,
studierte Komposition und Musiktheorie in Karlsruhe und Hamburg. Ausbildung und Mitarbeit bei Lilli Friedemann in Musikalischer Gruppenimprovisation. Seit 1984 freiberuflich tätig in Berlin als Komponist, Improvisator, Musikpädagoge und Musikpädagogik-Autor. Gründungsmitglied des Improvisationsensembles “Ex Tempore“. Fortbildungstätigkeit im Bereich kreativer Musikpädagogik im In- und Ausland. Lehraufträge am Sozialpädagogischen Institut Berlin und an der Universität der Künste Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen über musikalische Improvisation und Kreativität. Vorsitzender des international tätigen Rings für Gruppenimprovisation www.impro-ring.de.
Herausgeber des Ringgesprächs über Musikalische Gruppenimprovisation, der einzigen deutschsprachige Fachzeitung zu Theorie und Praxis improvisierter Musik. Gründer und Leiter des Veranstaltungs- und Fortbildungszentrums für improvisierte Musik exploratorium berlin. www.exploratorium-berlin.de

www.matthiasschwabe.com

 

Gruppe EX TEMPORE
Eiko Yamada Blockflöten, Klavier, Schlagzeug, klingende Materialien
Herwig von Kieseritzky Oboe, Klavier, Schlagzeug, klingende Materialien
Matthias Schwabe Querflöte, Viola, Klavier, Schlagzeug, klingende Materialien
Die Gruppe EX TEMPORE entstand 1986 aus einem Kreis improvisierender Musiker um die Geigerin Lilli Friedemann. Zunächst stand die freie Improvisation Neuer Musik im Mittelpunkt der Arbeit. Durch neue Erfahrungen, u.a. in der Zusammenarbeit mit anderen Künstlern aus den Bereichen Bildende Kunst, Tanz und Theater, entwickelte die Gruppe daneben eine Art musikalischer Performance, bei der bestimmte Ideen (z.B. Materialvorgaben, Bewegungsarten, Ordnungen im Raum bis hin zu geplanten Abläufen) als Rahmen wirken, der dann improvisatorisch gefüllt wird. Außer dem sparsamen Einbezug szenischer Elemente in die Improvisation und der Verwendung von Materialien (anstelle von Instrumenten) spielt hierbei auch der jeweils umgebende Raum als vorgegebene situative Bedingung eine größere Rolle für die Konzeption eines Stückes.
Aufführungen in München, Frankfurt, Hamburg und Berlin, hier u.a. an der Hochschule der Künste (1987), im Hamburger Bahnhof anlässlich der Ausstellung “ZEITLOS” (1988), in der Akademie der Künste (West) als Finale der André-Thomkins-Retrospektive (1989) und im Rahmen der Ausstellung “Mathias Goeritz - el eco” (1992), im Martin-Gropius-Bau (1991), im Konzerthaus (1995) in der Werkstatt der Kulturen (1999) und zur Jahrtausendwende im Kammermusiksaal der Philharmonie.
Kompositionsstipendium 1990 und Kompositionsauftrag 1993 der Senatsverwaltung für kulturelle Zusammenarbeit in Berlin. 1997/98 Kompositionspreis beim Chorwettbewerb des Deutschen Musikrats.

 

 

4 Matineen: Musik, Reflexion & Diskussion
Musikakademie, Haus Kleinbasel, Rebgasse 70, 4058 Basel
Sonntag, 11.00 – 12.30 Uhr

11. Februar 2007mit Mischa Käser:
18. März 2007 mit Matthias Schwabe:
Sichtbare Musik (visual music)
29. April 2007 mit Sylwia Zytynska: Geste(r)n und Morgen
13. Mai 2007 mit Peter Baumgartner: Kritik der Geste

 

1 Soiree: 4 Porträts
Gare du Nord, im Badischen Bahnhof, Schwarzwaldallee 200, 4058 Basel
Samstag, 2. Juni 2007

18.00 1. Porträt (genaue Angaben folgen)
19.00 2. Porträt
20.00 3. Porträt
21.00 4. Porträt

Mischa Käser – Stimme, Hansjürgen Wäldele - Oboe, Nicolas Rihs - Fagott, Matthias Schwabe – Klavier, Sylwia Zytynska – Schlagzeug, Peter Baumgartner – Powerbook

 

20.-/10.-* pro Matinee, 30.-/20.-/10.-* Soiree, 80.-/60.-/40.-* alle Matineen inkl. Soiree

*Ermässigung für SchülerInnen und StudentInnen bis 25 Jahre
Der Eintritt gilt für alle 4 Porträts am 2. Juni

 

 

Herzlichen Dank der Musik-Akademie der Stadt Basel - Allgemeine Musikschule (Freie Kurse), dem Fachausschuss BS/BL Musik, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, dem Migros Kulturprozent, der Kulturstiftung Winterthur, der Artephila Stiftung für ihre Unterstützung !

 

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frühere Veranstaltungen:

 

14. Dezember 2003
Matthias Arter
Ensemble: Ist ein Solist einsam? Verderben viele Köche den Brei?

25. Januar 2004
Rudolf Lutz
Idiom und Freiheit: Von stilistischen Einschränkungen und einigen illusionären Visionen.

14. März 2004
Alfred Zimmerlin
Plan: Theoriebildung in der Improvisation. Beobachtungen an den Wurzeln
der Musik.

25. April 2004
Walter Fähndrich
Halt und Makel: Gibt es objektive Qualitätskriterien für Musik?
Kann eine Improvisation "scheitern"?

6. Juni 2004
John P. MacKeown
Spiel: Der Homo ludens in der Musik. Eine etwas verspielte Musikgeschichte

16. Januar 2005
Peter K Frey
Improvisierte Musik im Internet
: Möglichkeiten dieses Mediums für die improvisierte Musik

27. Februar 2005
Marianne Schuppe
An den Rändern der Sprache:
vom Spiel mit Bedeutungen

22. Mai 2005
Christoph Schiller
Präparieren, Manipulieren: die Bedeutung der sogenannten Klangforschung in der improvisierten Musik

19. Juni 2005
Lukas Rohner
Mehrstimmiges Blasen: Begegnungen von Mehrklängen auf Oboe und Fagott mit neuerfundenen Tastenblasinstrumenten

12. Juni 2005
“Faites vos Jeux”
Nocturne-Konzert: Peter K Frey
- Kontrabass, Marianne Schuppe - Stimme, Christoph Schiller - Klavier, Lukas Rohner - Tastenblasinstrumente, Hansjürgen Wäldele - Oboe, Nicolas Rihs - Fagott

22. Januar 2006
Urban Mäder
Es gibt nur Improvisation

12. Februar 2006
Philippe Micol
Improvisation: Die Kraft der Freiheit

26. März 2006
Michel Seigner
"Freie Improvisation"- Ein irreführender Begriff

7. Mai 2006
Hans-Jürg Meier
Formale Verpflichtungen aus dem Moment

1. Juni 2006
Nocturne-Konzert
vo
n und mit: Hans-Jürg Meier – Blockflöten, Hansjürgen Wäldele - Oboe, Philippe Micol – Klarinette/Saxophon, Nicolas Rihs - Fagott, Michel Seigner – Gitarre/Electronics, Urban Mäder – Klavier

 

 

 

 

 
Hansjürgen Wäldele 0(049)7626 1041 Entfernen Sie bei der Email-Adresse die Tiefstriche (Underscores) am Anfang und am Schluss
 
Entfernen Sie bei der Email-Adresse die Tiefstriche (Underscores) am Anfang und am Schluss Nicolas Rihs 0(041)32 / 322 17 53
 
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Stand: 04.03.2007