sylwia zytynska
Aspekte der Freien Improvisation: 11.2. - 2.6.2007
 
   
 
 
 

 

Aspekte der Freien Improvisation

vom Potential einer musikalischen Geste
In der kleinsten musikalischen Geste schlummert oft im Keim eine ganze Oper.
Wird ein wacher Geist das Mögliche hörend erkennen und mit leidenschaftlichem Geschick die bezauberndsten Klänge und phantastischsten Welten schöpfen?
In unserer Reihe „Aspekte der Freien Improvisation“ suchen wir mit unseren Gästen und dem Publikum neue Wege der Auseinandersetzung mit musikalischen Grundfragen.

Hansjürgen Wäldele, Nicolas Rihs und Gäste

 

3. Matinee:

Hansjürgen Wäldele, Nicolas Rihs und Sylwia Zytynska
Musikakademie, Haus Kleinbasel, Rebgasse 70, 4058 Base
Sonntag, 29. April 2007, 11.00 – 12.30 Uhr

 

Geste(r)n und Morgen
Die Suche nach dem selbstbestimmten Moment

Ich habe grossen Spass am Improvisieren gefunden, und überhaupt habe ich es satt immer nur Musik von anderen zu spielen. Improvisieren ist für mich nur als "Gespräch" spannend, mit ein, zwei, vielleicht drei Leuten. Es geht mir nicht darum perfekte Stücke zu improvisieren, sondern es gefällt mir eben besonders, fortwährend alles Gespielte in Frage zu stellen, Pläne umzuwerfen und neue Wege zu suchen. Das Ganze ist ein Spiel, bei dem man musikalisch über die eigenen Bedingungen reflektiert und auch mal die Spielregeln verwirft. Es geht mir aber vor allem um Leichtigkeit, darum das Spielen zu geniessen.

Nie weiss ich vorher, was mich erwartet, weder von mir selbst noch von meinem Gegenüber. Die Improvisation sprudelt aus dem Jetzt, auch wenn sie sich natürlich in der Zeit konstruiert.

Früher ist mir das Improvisieren anderer immer als eine sehr private Beschäftigung erschienen. Nun denke ich, dass es gelingen kann, dass Improvisation über reine Nabelschau hinausgehen kann, eine muskalische Geltung haben kann. Ich denke, ein spannendes "musikalisches Gespräch", quasi eine gelungene Improvisation, kann genauso für andere interessant sein, wie eben ein sehr pointiertes oder spannendes öffentliches Gespräch. Darum ist es sehr wichtig wer, wo, mit wem "spricht/spielt" und auch worüber. Mit dem Gesprächscharakter der Improvisation meine ich nicht ein rhetorisches Verhalten, sondern eine emotional und geistig offene Situation zwischen den Beteiligten.

Improvisation sollte doch eigentlich das Brot aller Musiker sein, das Bedürfnis selbst aus dem Bauch, aus dem Kopf die eigene Musik zu machen. Mir zumindest geht es so.

 

Sylwia Zytynska

1963 in Warszawa (Polen) geboren
Sylwia Zytynska studierte Schlagzeug an der Akademia Muzyczna in Krakow und an der Musikhochschule Basel
Seither konzertierte Sie als Solistin und Kammermusikerin auf vielen Bühnen der zeitgenössischen Musik und spielte zahlreiche CD- und Rundfunk-Aufnahmen ein.
Sie war über 10 Jahre ein festes Mitglied des „Ensembles 13“ in Karlsruhe,
spielte viele Konzerte im Duo mit dem Geiger Egidius Streiff, sowie auch mit dem Quartett „e-motion“ (mit dem Saxophonisten Marcus Weiss, dem Gitarristen Maurizio Grandinetti und dem Pianisten Paolo Alvarez).
In den letzten Jahren stehen vermehrt eigene Projekte, Performances und Kompositionen im Mittelpunkt ihres Schaffens.
Seit vier Jahren verbindet sie mit Marianne Schuppe (Stimme) und Alfred Zimmerlin (Cello) eine intensive Improvisationsarbeit.
Ihr besonderes Interesse für Musiktheater, Neue Musik und Performances führte sie 1991 zum Festival „Neue Musik Rümlingen“, wo sie seither in der Programmgruppe mitwirkt.
Sylwia Zytynska unterrichtet seit 1985 Schlagzeug an der Musik-Akademie der Stadt Basel.
Seit Oktober 2004 leitet Sie Im Gare des Nord im Basel, ein eigenes Gross-Projekt für Kinder und mit Kindern, den „Gare des Enfants“.
Sie war Composer of the Week beim „Musikmonat“ 2001 in Basel und erhielt im selben Jahr den Kulturpreis der Alexander Clavel- Stiftung.
Sylwia Zytynska hat zwei Kinder und lebt in Basel.

 

4 Matineen: Musik, Reflexion & Diskussion
Musikakademie, Haus Kleinbasel, Rebgasse 70, 4058 Basel
Sonntag, 11.00 – 12.30 Uhr

11. Februar 2007mit Mischa Käser:
18. März 2007 mit Matthias Schwabe:
Sichtbare Musik (visual music)
29. April 2007 mit Sylwia Zytynska: Geste(r)n und Morgen
13. Mai 2007 mit Peter Baumgartner: Kritik der Geste

 

1 Soiree: 4 Porträts
Gare du Nord, im Badischen Bahnhof, Schwarzwaldallee 200, 4058 Basel
Samstag, 2. Juni 2007

18.00 1. Porträt (genaue Angaben folgen)
19.00 2. Porträt
20.00 3. Porträt
21.00 4. Porträt

Mischa Käser – Stimme, Hansjürgen Wäldele - Oboe, Nicolas Rihs - Fagott, Matthias Schwabe – Klavier, Sylwia Zytynska – Schlagzeug, Peter Baumgartner – Powerbook

 

20.-/10.-* pro Matinee, 30.-/20.-/10.-* Soiree, 80.-/60.-/40.-* alle Matineen inkl. Soiree

*Ermässigung für SchülerInnen und StudentInnen bis 25 Jahre
Der Eintritt gilt für alle 4 Porträts am 2. Juni

 

 

Herzlichen Dank der Musik-Akademie der Stadt Basel - Allgemeine Musikschule (Freie Kurse), dem Fachausschuss BS/BL Musik, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, dem Migros Kulturprozent, der Kulturstiftung Winterthur, der Artephila Stiftung für ihre Unterstützung !

 

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frühere Veranstaltungen:

 

14. Dezember 2003
Matthias Arter
Ensemble: Ist ein Solist einsam? Verderben viele Köche den Brei?

25. Januar 2004
Rudolf Lutz
Idiom und Freiheit: Von stilistischen Einschränkungen und einigen illusionären Visionen.

14. März 2004
Alfred Zimmerlin
Plan: Theoriebildung in der Improvisation. Beobachtungen an den Wurzeln
der Musik.

25. April 2004
Walter Fähndrich
Halt und Makel: Gibt es objektive Qualitätskriterien für Musik?
Kann eine Improvisation "scheitern"?

6. Juni 2004
John P. MacKeown
Spiel: Der Homo ludens in der Musik. Eine etwas verspielte Musikgeschichte

16. Januar 2005
Peter K Frey
Improvisierte Musik im Internet
: Möglichkeiten dieses Mediums für die improvisierte Musik

27. Februar 2005
Marianne Schuppe
An den Rändern der Sprache:
vom Spiel mit Bedeutungen

22. Mai 2005
Christoph Schiller
Präparieren, Manipulieren: die Bedeutung der sogenannten Klangforschung in der improvisierten Musik

19. Juni 2005
Lukas Rohner
Mehrstimmiges Blasen: Begegnungen von Mehrklängen auf Oboe und Fagott mit neuerfundenen Tastenblasinstrumenten

12. Juni 2005
“Faites vos Jeux”
Nocturne-Konzert: Peter K Frey
- Kontrabass, Marianne Schuppe - Stimme, Christoph Schiller - Klavier, Lukas Rohner - Tastenblasinstrumente, Hansjürgen Wäldele - Oboe, Nicolas Rihs - Fagott

22. Januar 2006
Urban Mäder
Es gibt nur Improvisation

12. Februar 2006
Philippe Micol
Improvisation: Die Kraft der Freiheit

26. März 2006
Michel Seigner
"Freie Improvisation"- Ein irreführender Begriff

7. Mai 2006
Hans-Jürg Meier
Formale Verpflichtungen aus dem Moment

1. Juni 2006
Nocturne-Konzert
vo
n und mit: Hans-Jürg Meier – Blockflöten, Hansjürgen Wäldele - Oboe, Philippe Micol – Klarinette/Saxophon, Nicolas Rihs - Fagott, Michel Seigner – Gitarre/Electronics, Urban Mäder – Klavier

 

 

 

 

 
Hansjürgen Wäldele 0(049)7626 1041 Entfernen Sie bei der Email-Adresse die Tiefstriche (Underscores) am Anfang und am Schluss
 
Entfernen Sie bei der Email-Adresse die Tiefstriche (Underscores) am Anfang und am Schluss Nicolas Rihs 0(041)32 / 322 17 53
 
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Stand: 02.02.2007